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3. Briefmarkenausgabe 2017 der Philatelie Liechtenstein am 4. September 2017

200 Jahre Briefsammelstelle Balzers

Die Postgeschichte Liechtensteins beginnt mit der Eröffnung der k. k. Briefsammelstelle Balzers durch die österreichische Postverwaltung am 1. September 1817. Zuvor versorgte überwiegend der Lindauer Bote, ein zwischen Lindau am Bodensee und Mailand verkehrender Transportdienst, die Region mit Briefen, Geld und Waren. Das neu eröffnete Amt war mit dem restlichen österreichischen Postnetz verbunden und so wurde Liechtenstein als österreichisches Inland behandelt. Auch die erste Liechtensteiner Briefmarke erschien 1912 mit der Aufschrift „K.K. Österr. Post im Fürstentum Liechtenstein“. Acht Jahre später wurde die Post unter der Bezeichnung „Fürstlich Liechtensteinische Post“ selbständig, blieb aber noch unter österreichischer Verwaltung, bis 1921 das Abkommen über die Besorgung des Post-, Telefon- und Telegrafenwesens in Liechtenstein durch die Schweiz in Kraft trat.

Der Sonderblock zur Erinnerung an die Gründung der Briefsammelstelle Balzers vor 200 Jahren umfasst drei Motive aus der Postgeschichte: „Postbote“ (Wertstufe CHF 1.30), „Posthorn“ (Wertstufe CHF 2.20) und „Postkutsche“ (Wertstufe CHF 2.80) wurden als Stahlstiche gefertigt und entsprechen gemeinsam dem Wert einer eingeschriebenen Briefsendung.

Gebirgsmalerei: Helmut Ditsch

Der argentinische Maler Helmut Ditsch liefert das Motiv für die Sondermarke „Rappastein“ (Wertstufe CHF 3.80). Im Original handelt es sich um ein rund eineinhalb Meter breites Gemälde, welches einen Teil der Liechtensteiner Berge mit dem 2‘222 Meter hohen Rappastein abbildet. Der mittlerweile in Vaduz wohnhafte freischaffende Künstler mit österreichischen Wurzeln studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

Während seines dreissigjährigen Schaffens entstanden die vier Werkkomplexe Berge, Wüsten, Eis und Wasser. Ditsch lässt seine eigenen Naturerfahrungen, die er als Extrembergsteiger in Alleingängen sammelt, so unmittelbar wie möglich in seine Bilder fliessen. So spricht der Künstler selbst kaum von Landschaftsmalerei, sondern von der Vermittlung der Natur. Die Umsetzung seiner teils wandgrossen, wie Fotografien wirkenden Ölgemälde erfolgt von der Skizze bis zum Finish in vier Arbeitsschritten und unter enormer körperlicher Verausgabung. Der Gestalter Hans Peter Gassner verdeutlicht diesen schrittweisen Entstehungsprozess auf dem Wertzeichen in senkrecht angeordneten Balken. Die Sondermarke zur Gebirgsmalerei ist in einem 8er-Kleinbogen erhältlich.

Alte Obstsorten: Steinobst

Acht auf einem Bogen zusammengedruckte Marken mit Steinobst bilden den dritten und letzten Teil der Briefmarkenserie über alte Obstsorten. Dafür wurden die Früchte „Mombacher Frühaprikose“, „Grüne Reineclaude“, „Kirkespflaume“, „Hauszwetschge“, „Schauenburger Kirsche“, „Aprikose Ungarische Beste“, „Mirabelle von Nancy“ und „Gelbe Denise Kirsche“ (Wertstufe je CHF 1.00) detailgetreu illustriert.

Steinobst lässt sich ebenso wie Kernobst auf zahlreiche Arten verarbeiten und geniessen. Vielseitig verwendbar, wenn leider auch sehr kälteempfindlich, ist die in Europa weit verbreitete Mombacher Frühaprikose. Sie reift in der zweiten Julihälfte und überzeugt durch ihre geschmackliche Qualität. Die Hauszwetschge ist ebenfalls häufig anzutreffen. Sie ist eine ertragreiche Sorte mit kleinen Früchten und ausgeprägtem Aroma, die auch in Höhenlagen gut gedeiht. Ein Schweizer Hotelier soll die Schauenburger Kirsche vor rund 100 Jahren auf einer Reise aus dem Libanon mitgebracht haben. 40 Jahre später war sie die bedeutendste Tafelkirsche in der Region. Als solche entsprach sie allerdings nie den Anforderungen für eine industrielle Verarbeitung und kommt deshalb heute nur mehr selten vor.

Siedlungsfläche

Mit seinen 160 Quadratkilometern ist das Fürstentum Liechtenstein flächenmässig der sechstkleinste Staat der Welt. In Europa sind nur San Marino, Monaco und Vatikanstadt kleiner. Für das Wohnen, den Konsum, die Mobilität und Freizeit der Bevölkerung wird Siedlungsfläche benötigt. Diese beträgt in Liechtenstein nur 11 % der Gesamtfläche. 33 % entfallen auf die landwirtschaftliche Nutzfläche, 41 % auf Waldfläche und 15 % werden als unproduktive Fläche ausgewiesen.

Die Siedlungsfläche wächst seit 1984 um durchschnittlich 16.8 Hektar pro Jahr– dies entspricht jährlich ungefähr 24 Fussballfeldern – und wies 2014 1'762 Hektar aus. Die Siedlungsfläche pro Einwohner bleibt seit 1984 in etwa konstant bei 472 Quadratmetern. Besonders in einem kleinen Land wie Liechtenstein ist ein haushälterischer Umgang mit dem Boden für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich. Mit der neuen Sondermarke «Siedlungsfläche» (Wertstufe CHF 1.50) macht die Philatelie auf dieses Thema aufmerksam. Die grafisch gestaltete, mit UV-Lack veredelte Marke zeigt anhand von verschiedenfarbigen Pixeln das Ausmass der Siedlungsfläche des Landes und ihr Verhältnis zu den übrigen Flächen.

Beratung und Kontakt
Nadine Nipp

Nadine Nipp

Sammlerservice

Tamara Lüthi

Tamara Lüthi

Sammlerservice

Liechtensteinischen Post AG
Philatelie Liechtenstein
Zollstrasse 58
9494 Schaan
Liechtenstein

Telefon +423 399 44 66
E-Mail: philatelie@post.li

 

 

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