Aktuelles

3. Briefmarkenausgabe
4. September 2023

Fürstliche Schätze

Schlösser und Burgen

Mit drei Grafiken des fränkischen Künstlers Johann Adam Delsenbach (1687–1765) setzen wir unsere Serie über Schätze aus den Fürstlichen Sammlungen fort. Delsenbach war ab 1718 für drei Jahre als Hofkupferstecher für Anton Florian Fürst von Liechtenstein in Wien tätig.

Die Werke zeigen drei Schlösser in Tschechien, die sich bis zum Erlass der sogenannten Beneš-Dekrete im Jahr 1945 im Besitz der Familie Liechtenstein befanden. «Schloss Steinitz» (Wertstufe CHF 0.90) in Mähren gehörte seit 1649 zu den Besitztümern der Fürstenfamilie. 






Das 1569 vom damaligen Herrscher über Steinitz, Ulrich von Kaunitz, errichtete Renaissanceschloss mit englischem Park wird heute als Stadtmuseum genutzt. Ebenfalls in Mähren beheimatet war «Schloss Goldenstein» (Wertstufe CHF 1.10). Das Renaissanceschloss kam 1622 in den Besitz der Familie Liechtenstein.

Nachdem es bereits 1770 einmal ausgebrannt war, wurde es 1925 erneut durch einen Brand zerstört. Heute ist nur noch eine Ruine davon übrig. «Schloss Landskron» (Wertstufe CHF 1.80) in Böhmen gelangte nach der Schlacht am Weissen Berg, der ersten grossen militärische Auseinandersetzung im Dreissigjährigen Krieg, im Jahr 1620 in den Besitz der Liechtensteiner.

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Dorfansichten

ESCHEN / NENDELN

Der Hauptort des Liechtensteiner Unterlandes steht im Fokus der neuen Sondermarken aus unserer Dorfansichten-Serie. Eschen-Nendeln ist mit rund 4'600 Einwohnern und zehn Quadratkilometern Fläche die grösste Unterländer Gemeinde.

Das Gebäude der Gemeindeverwaltung, das «Haus Sozialfonds Kreuz», die denkmalgeschützten Pfrundbauten sowie die Kirche St. Martin bilden auf der Sondermarke «Eschen» (Wertstufe CHF 1.10) ein harmonisches Ensemble vor dem Dreischwesternmassiv.






Während die Ursprünge der Pfrundbauten ins 15. Jahrhundert zurückreichen dürften, wurde die heutige neugotische Pfarrkirche 1894 errichtet und in den folgenden Jahren fertiggestellt. Das Wertzeichen «Nendeln» (Wertstufe CHF 0.90) zeigt das Haus des Traditionsbetriebs «Keramik Werkstatt Schaedler», in dessen seitlichem Anbau die Kunstschule Liechtenstein untergebracht ist. 

Auf der gegenüberliegenden Strassenseite beherbergt ein weiteres Gebäude ein geschichtsträchtiges Kulturdenkmal: Der restaurierte Hoffman’sche Ringofen ist in Liechtenstein und der Schweiz der einzige noch erhaltene Ringofen seiner Art und legt Zeugnis ab über die Ziegelproduktion im 18. Jahrhundert. Im Hintergrund der auf der Sondermarke abgebildeten Häusergruppe liegt der Eschnerberg.

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Briefmarke 4.2

BLOCKCHAIN TECHNOLOgie

Im Frühjahr 2023 feierten Liechtenstein und die Schweiz das 100-jährige Bestehen des gemeinsamen Zollvertrages. Die damit verbundene «Einigkeit» (Wertstufe CHF 9.00) ist auch Thema unserer neuesten Kryptobriefmarke. Die Briefmarke 4.2 auf Basis der Blockchain-Technologie thematisiert die Beziehung des Fürstentums zum Nachbarland Schweiz.

Der Scan der Sondermarke mittels eigener App (Briefmarke 4.1), welche neu auch für iOS erhältlich ist, führt zu interessanten Informationen, Geschichten und Spielmöglichkeiten rund um die Beziehung der beiden Nachbarländer.






Die Besitzer der neuen Briefmarke 4.2 erfahren unter anderem, was es mit dem jährlichen Entenrennen am Schweizer Nationalfeiertag auf sich hat, wie es dazu kam, dass 80 Liechtensteiner Soldaten 1861 in den Krieg zogen und 81 Mann zurückkehrten oder wie Fürst Franz Josef II. durch Diplomatie erreichte, dass Liechtenstein von den Schrecken des Zweiten Weltkrieges verschont blieb.

Neben dem Unterhaltungsfaktor besticht unsere Blockchain-Briefmarkenserie auch durch ausgeklügelte Sicherheitsaspekte. Besitzer können ihre Briefmarken mittels Scan des aufgedruckten SQR-Codes auf ihre Echtheit prüfen und ihr Eigentum in den digitalen Datenraum übertragen.

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925. Geburtstag

Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen (1098-1179) war eine deutsche Benediktinerin, Dichterin und Komponistin, die heute besonders als bedeutende natur- und heilkundige Universalgelehrte bekannt ist. Mit zwei Sondermarken zu ihrem 925. Geburtstag machen wir auf ihr religiöses und medizinisches Wirken aufmerksam.

«Die Religiöse» (Wertstufe CHF 1.80) Hildegard wurde wegen ihres Glaubens und ihrer Lebensart für viele Menschen zur Wegweiserin. Bei ihren theologischen und philosophischen Aussagen berief sie sich immer wieder auf Visionen.






Dabei verhalf ihr ihr selbstbewusstes und charismatisches Auftreten zu grosser Bekanntheit. So predigte Hildegard von Bingen als erste Nonne öffentlich dem Volk die Umkehr zu Gott. Als «Natur- und Heilkundige» (Wertstufe CHF 2.30) hat Hildegard zwei natur- und heilkundliche Werke verfasst. 

Sie brachte das damalige Wissen über Krankheiten und Pflanzen aus der griechisch-lateinischen Tradition mit dem der Volksmedizin zusammen. Der Gedanke der Einheit und Ganzheit ist ein Schlüssel zu Hildegard von Bingens natur- und heilkundlichen Schriften. Sie vertrat die Ansicht, dass der Mensch nur gesund bleiben kann, wenn die Seele, der Leib und die Sinne in der Lebensführung ausgewogen beachtet werden.

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550. Geburtstag

Nikolaus Kopernikus

Ein Sonderblock mit drei Briefmarken thematisiert das vielseitige Leben von Nikolaus Kopernikus (1473-1543). «Der Kartograph» (Wertstufe CHF 1.80), «Der Mediziner» (Wertstufe CHF 1.80) und «Der Astronom» (Wertstufe CHF 2.30) Kopernikus wurde vor 550 Jahren im heute polnischen Thorn (Toruń) geboren.

Seine Entdeckungen dienen nach wie vor als Grundlage vieler astronomischer und mathematischer Erkenntnisse. Am bekanntesten wurde Kopernikus durch die Ausarbeitung des heliozentrischen Weltbildes. Dieses sah nicht wie bis dahin die Erde, sondern die Sonne im Zentrum des Planetensystems.






Kopernikus studierte kirchliches und weltliches Recht, beschäftigte sich aber auch mit Mathematik und Astronomie. Nach seiner Ausbildung war er zunächst als Sekretär und Arzt tätig. Ab 1526 erstellte er verschiedene Landkarten, darunter jene des vereinigten Staates «Königreich Polen–Grossfürstentum Litauen» sowie eine detaillierte Landkarte von Preussen.

Bei der Entstehung letzterer war auch der aus Liechtensteins Nachbarstadt Feldkirch stammende Georg Joachim Rheticus beteiligt. Als einziger Schüler von Kopernikus trug er wesentlich zur Verbreitung des kopernikanischen Weltsystems bei.

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Die Briefmarken können ab sofort vorbestellt werden.

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